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Im Segelcamp in Südwestfriesland

| Geartsje | |

Eine Woche ohne Eltern, neue Freundschaften schließen und selbst segeln lernen. Wie ist es eigentlich, an einem Segelcamp in Südwestfriesland teilzunehmen? Roos (12), Kiki (12) und Emmi (11) erleben es beim Segelinstitut De Bird in Heeg. Gemeinsam segeln sie mit einer Valk über die Friesischen Seen. Sie lernen, ein Boot zu steuern, erkunden neue Orte und verbringen eine Woche voller wetterwille (Wasserspaß auf Friesisch) und gemeinsamer Erlebnisse. Denn in einem Segelcamp geht es um viel mehr als nur ums Segeln.

Begeisterte Geschichten

Für Roos aus Rotterdam ist es das erste Mal in einem Segelcamp. Ihre beste Freundin Kiki war schon im vergangenen Jahr bei De Bird und kam mit so vielen tollen Geschichten nach Hause, dass Roos beschloss, dieses Jahr mitzukommen. Kiki ist inzwischen zum zweiten Mal dabei und Emmi aus Utrecht sogar schon zum dritten Mal. Bei Kiki und Emmi liegt das Segeln in der Familie. Ihre Mütter haben früher ebenfalls Segelcamps bei De Bird besucht.

Der erste Tag kann ganz schön aufregend sein. Man kommt an einen unbekannten Ort, sieht viele neue Gesichter und teilt sich ein Zimmer mit Kindern, die man noch gar nicht kennt. Auch Emmi erinnert sich noch gut an dieses Gefühl. Zum Glück verschwindet die Aufregung meist schnell. „Nach der ersten Nacht ist die Aufregung eigentlich schon weg“, erzählt Kiki. Bei den Kennenlernspielen und der ersten Segelstunde lernt man sich schnell kennen.

Drie meiden gaan zeilen.

Zeit, aufs Wasser zu gehen

Der Tag beginnt um halb acht, wenn die Frauen aus der Küche an die Zimmertüren klopfen. Eine halbe Stunde später ertönt das Signalhorn und alle treffen sich im Speisesaal. Nach dem Frühstück schmieren sich die Mädchen ihre Brote für das Mittagessen, ziehen ihre Segelkleidung an und packen ihre wasserdichten Tonnen mit den persönlichen Sachen. Zeit, aufs Wasser zu gehen!

In diesem Jahr segeln Roos, Kiki und Emmi mit einer Valk, einem typisch niederländischen Segelboot. Gemeinsam mit einem Segellehrer fahren sie hinaus aufs Wasser. Sie lernen, wie man ein Boot auftakelt, welche Regeln auf dem Wasser gelten und wie man den Wind nutzt, um vorwärtszukommen. Am liebsten sitzen alle drei selbst am Steuer.

Vier meiden tuigen zelf een valkje op.

Selbst am Steuer

Für Kiki war das Segeln mit einer Valk anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. „Am Anfang konnte ich mit einer Valk wirklich gar nichts anfangen. Und jetzt klappt es. Wow, ich kann das ja wirklich!“ Auch Emmi merkt den Unterschied zum vergangenen Jahr. Damals segelte sie noch in einem kleineren Boot. Jetzt sind sie auf dem ganzen See unterwegs. „Ich finde den großen See viel schöner. Man kann überall hinfahren!“

Und genau das machen sie auch. Während der Campwoche unternehmen die Mädchen zwei längere Segeltouren. Dabei segeln sie unter anderem nach Workum und Heeg. Unterwegs muss manchmal der Mast umgelegt werden, damit das Boot unter einer Brücke hindurchpasst. Das macht die Fahrt noch spannender. An anderen Tagen essen sie gemeinsam auf einer Wiese zu Mittag, bevor es wieder aufs Wasser geht.

Zelf aan het roer in een valkje.

Freunde fürs Leben

Im Segelcamp lernt man nicht nur das Segeln. Man trifft auch Kinder aus verschiedenen Teilen der Niederlande. Roos und Kiki sind zu Hause schon beste Freundinnen, doch Roos und Emmi kannten sich vorher noch nicht. Inzwischen verstehen sich die drei richtig gut und haben auch in ihrem Zimmer neue Freundinnen gefunden.

Das gemeinsame Segeln hilft natürlich dabei. In der Valk wechseln sich die Mädchen am Steuer ab und haben zwischendurch viel Zeit zum Plaudern. „Es ist vor allem total entspannt. Man kann auch einfach mal chillen. Und wenn man Ruhe braucht, kann man sich ausruhen“, erzählt eines der Mädchen. Gleichzeitig lernen sie, zusammenzuarbeiten und immer selbstständiger zu segeln.

Manche Freundschaften bleiben auch nach dem Camp bestehen. Kiki und Emmi haben sich im vergangenen Jahr bei De Bird kennengelernt. Weil sie nicht in der Nähe voneinander wohnen, halten sie über ihre Handys Kontakt. In diesem Sommer sind sie wieder gemeinsam im Segelcamp. So wird aus einer Woche Segeln auch ein jährliches Wiedersehen mit Freunden.

In een valkje snoepjes eten.

Vom Segelboot auf die Tanzfläche

Nach einem Tag auf dem Wasser gibt es noch jede Menge zu erleben. Beim Abendprogramm dürfen die Kinder selbst entscheiden, was sie machen möchten. Stand-up-Paddling, Kanufahren, Windsurfen, Flöße bauen oder ein anderes Segelboot ausprobieren: Jeden Abend steht etwas auf dem Programm.

Besonders beliebt sind die Discoabende. Dienstags und freitags wird am Abend gefeiert und am Freitag findet außerdem ein bunter Abend statt. Die Mädchen singen bei den Liedern mit, die alle im Camp kennen, und lernen schnell die passenden Tänze dazu.

Sogar wenn es Zeit zum Schlafengehen ist, bleibt es gemütlich. Die Betreuer, die die Kinder ins Bett bringen, unterhalten sich oft noch eine Weile mit ihnen. Und gerade das Schlafengehen finden die Mädchen vielleicht am schwierigsten an der ganzen Woche. Nicht, weil sie ihre Eltern vermissen, sondern weil sie einfach nicht möchten, dass der schöne Abend schon vorbei ist.

Slaapzaal bij Zeilinstituut De Bird

Eine Woche ohne Eltern

Eine Woche von zu Hause weg bedeutet auch eine Woche ohne Eltern. Für Roos ist das überhaupt nicht schwierig. „Ich merke es eigentlich gar nicht so richtig, weil es hier einfach total schön ist.“ Und wenn die Mädchen doch einmal Kontakt nach Hause aufnehmen möchten, können sie einfach anrufen.

Ihre Handys dürfen sie tagsüber benutzen, doch laut Emmi kommen sie kaum dazu. „Entweder bist du auf dem Wasser oder du sitzt beim Essen. Da hat man überhaupt kein Bedürfnis, am Handy zu sein.“

Auch das gemeinsame Essen gehört zum Campleben dazu. Abends sitzen alle auf ihren festen Plätzen im Speisesaal. Es wird frisch gekocht und jeden Tag steht etwas Leckeres auf dem Speiseplan. Roos stellt fest, dass Champignonsuppe eigentlich ziemlich gut schmeckt, obwohl sie das vorher nicht gedacht hätte. Und Kiki freut sich heimlich noch über einen anderen Vorteil. „Zu Hause muss ich die Spülmaschine einräumen und den Tisch decken. Und das muss ich bei De Bird nicht!“

Zeilen in een valk.

Eine Woche, die viel zu schnell vergeht

Segeln, lachen, neue Freunde finden und gemeinsam Abenteuer erleben. Für Roos, Kiki und Emmi vergeht die Woche wie im Flug. Gerade die Mischung aus Sport und gemeinsamen Erlebnissen macht ein Segelcamp so besonders. Dass Roos zum ersten Mal dabei ist, spielt für sie inzwischen keine Rolle mehr. Jetzt versteht sie genau, warum Kiki im vergangenen Jahr so begeistert nach Hause gekommen ist. Und auch Emmi und Kiki haben vom Segeln noch lange nicht genug.

Lunchen in het weiland bij Zeilinstituut De Bird.

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