Mitten im Rijsterbos befindet sich eine Art Hünengrab. Diese flache Variante wird als Steinkiste bezeichnet.
Die Steinkiste wurde 1849 bei Arbeiten im Wald des Landguts Rijs entdeckt. Die Arbeiter entfernten anschließend die Findlinge, um sie weiterzuverwenden. Die Töpfe mit leiterförmigen Verzierungen, die im Grab gefunden wurden, wurden jedoch zum Fries Genootschap gebracht.
Im Jahr 1922 untersuchte ein Archäologe das Grab im Rijsterbos. Er entdeckte die alten Gruben, aus denen die Steine 1849 entfernt worden waren. Dadurch wurde deutlich, dass es sich um eine rechteckige Konstruktion von 4,5 mal 1,2 Metern aus der Zeit um 2500 v. Chr. gehandelt haben musste. Auf Grundlage dieser Untersuchung konnte das Grab später rekonstruiert werden.
Die ursprüngliche Steinkiste wurde vor langer Zeit von denselben Menschen errichtet, die auch die Hünengräber in Drenthe bauten. Die sogenannten Trichterbecherleute lebten in kleinen Siedlungen in Wäldern auf höher gelegenen Sandböden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die einen festen Wohnplatz wählten und ihre Toten an diesem Ort bestatteten.