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Tjeukemeer

Der größte See in Friesland

Über das Entstehen des größten friesischen Sees machen viele Geschichten die Runde. War es Menschenwerk? Und verdankt der See seinen Namen der Volkslegende über die Schwestern Tsjûke und Marchje? Gerne lüften wir das Geheimnis. Denn mit diesem Wissen kann man das Tjeukemeer noch bewusster erleben und genießen.

Die Legende von Tsjûke und Marchje

Hören Sie mal genau hin, wenn Sie am Ufer des Tjeukemeers stehen. Hören Sie nicht die Frauenstimmen, die genau wie in der Legende rufen? „Tsjûke! Marchje! Tsjûke! Marchje...” Die Statue dieser „Suskes“ (Schwestern auf Friesisch) am Fuß- und Radweg, der unweit des ehemaligen Pumpwerks Echten am Südufer des Sees entlang führt, erzählt die tragische Geschichte von Tsjûke und Marchje. Einst betrieben sie gemeinsam einen Bauernhof, genau an der Stelle, an der sich heute der See befindet. An einem heißen Sommerabend ging der Wald neben ihrem Bauernhof in Flammen auf. Der angrenzende Graben war ausgetrocknet, denn es hatte schon lange Zeit nicht mehr geregnet. Tsjûke und Marchje blieb keine andere Wahl als das Feuer mit frischer Milch zu bekämpfen, die sie eimerweise in die Flammen kippten. Aber durch die Hitze verdunstete die Feuchtigkeit aus der Milch im Nu, während das Milchfett das Feuer nur noch mehr auflodern ließ. Durch Rauch und Feuer voneinander getrennt, riefen die Schwestern einander verzweifelt beim Namen. So entstand der Legende zufolge das Tjeukemeer.

Eine Radtour zu den Pumpwerken

Unbewohnte Inseln

Drei unbewohnte Inseln liegen im Tjeukemeer. Zwei davon, Marchjepolle und Tsjûkepolle, sind nach Tsjûke und Marchje benannt. Die dritte Insel heißt Ganzetippe. Die Inseln sind ein idealer Ort zum Anlegen. An einsamen Stränden kann man sich hier in die Fluten stürzen. Überhaupt sind die Wassersportmöglichkeiten grenzenlos: Vom Stand-up-Paddling über Segeln bis hin zum Angeln und Schwimmen.

Mekka des Wassersports

Drei unbewohnte Inseln liegen im Tjeukemeer. Zwei davon, Marchjepolle und Tsjûkepolle, sind nach Tsjûke und Marchje benannt. Die dritte Insel heißt Ganzetippe. Die Inseln sind ein idealer Ort zum Anlegen. An einsamen Stränden kann man sich hier in die Fluten stürzen. Überhaupt sind die Wassersportmöglichkeiten grenzenlos: Vom Stand-up-Paddling über Segeln bis hin zum Angeln und Schwimmen. Wussten Sie, dass der Wassersporttourismus in Südwestfriesland schon 1890 beträchtliche Dimensionen annahm? Bereits ab 1900 vermietete Pieter Heinsius in Stavoren seine Frachtkähne und Segelboote an englische Touristen. Seitdem ist der Tourismus enorm gewachsen. Die friesischen Seen, und damit auch das Tjeukemeer, sind zum Mekka des Wassersports in Friesland geworden.

Ein „Reiseblog“ aus früheren Zeiten: Three vagabonds in Friesland von 1907 – Tomalin (FSM-Jahrbuch 2008)

 

Die versunkene Kirchturmuhr

Fest steht, dass es die friesischen Seen nicht immer gegeben hat. Über ihre Entstehensgeschichte gibt es verschiedene Versionen. Meistens wird der Mensch als Ursache angewiesen. Die damaligen Einwohner gewannen Torf und Salz, wodurch das Bodenniveau sank und das Wasser sich seinen Weg suchte. Außerdem wurde Friesland im späten Mittelalter von heftigen Sturmfluten in Mitleidenschaft gezogen. Die Seen wurden immer größer und so manches Dorf musste verlegt werden. Einige Dörfer fielen sogar ganz